SOMATIC EXPERIENCING · KÖRPERORIENTIERT · GAUTING BEI MÜNCHEN
Entwicklungstrauma und familiäre Beziehungsmuster
Entwicklungstrauma – wenn alte Beziehungsmuster bis heute wirken
Ein Entwicklungstrauma kann entstehen, wenn wichtige Bedürfnisse nach Sicherheit, Nähe und Verbundenheit in der Kindheit immer wieder unerfüllt bleiben – wenn ein Kind, bildlich gesprochen, emotional verhungert.
Was ist eigentlich ein Entwicklungstrauma?
Ein Kind braucht für seine Entwicklung nicht nur Nahrung und Schutz, sondern auch Nähe, Sicherheit, Aufmerksamkeit, Trost, liebevollen Körperkontakt und verlässliche Beziehungen. Fehlt davon über längere Zeit Wesentliches, kann ein Kind – bildlich gesprochen – emotional verhungern – es fühlt sich allein und verloren.
Um mit diesem Gefühl von Verlorensein zurechtzukommen, entwickelt ein Kind Möglichkeiten, sich zu schützen. Eine davon kann sein, „in den Kopf zu gehen“ – zu denken, zu verstehen und zu kontrollieren, statt das schmerzhafte Gefühl unmittelbar zu spüren.
Das ist eine erstaunlich sinnvolle und kindgerechte Lösung. Schwierig wird es erst, wenn diese Lösung im Erwachsenenleben weiterwirkt. Denn was für ein Kind notwendig war, ist für einen Erwachsenen oft nicht mehr angemessen.
Wenn alte Schutzstrategien das Leben des Erwachsener weiter bestimmen
Manchmal werden Gefühle so stark, dass sie den ganzen inneren Raum einnehmen. Dann ist es schwer, klar zu denken, ruhig zu bleiben oder eine gute Entscheidung zu treffen. Sich selbst regulieren lernen bedeutet nicht, diese Gefühle wegzudrücken. Es bedeutet, einen Weg zu finden, mit ihnen in Kontakt zu bleiben, ohne von ihnen überwältigt zu werden.
Nähe suchen – und dann Angst bekommen
Wird Nähe tatsächlich möglich, kommt die alte Angst vor Verletzung wieder hoch.Was eben noch ersehnt wurde, fühlt sich dann plötzlich bedrohlich an.
Nähe vermeiden – um sich zu schützen
Abstand kann sich sicherer anfühlen als Nähe. Rückzug schützt dann vor der Angst, erneut verletzt oder zurückgewiesen zu werden – verhindert aber zugleich die Nähe, nach der man sich eigentlich sehnt.
Alte Verletzungen treffen aufeinander
Relativ oft begegnen sich zwei Menschen mit ähnlichen frühen Verletzungen. Der eine sucht Nähe, während der andere zurückweicht. Später können sich die Rollen sogar umkehren. So entsteht ein Wechselspiel aus Annäherung und Rückzug.
Was einmal dem Schutz diente, kann so noch viele Jahre später Nähe und Beziehungen bestimmen.
Wenn alte Beziehungsmuster Ihr Leben bis heute bestimmen
Ein erstes Gespräch schafft Klarheit über alte Muster und öffnet den Blick für Veränderung.
Entwicklungstrauma körperorientiert bearbeiten - behutsam und in Ihrem Tempo
Bei einem Entwicklungstrauma liegen belastende Erfahrungen oft lange zurück. Ihre Spuren zeigen sich jedoch bis heute – im Körper, in Gefühlen und besonders in Beziehungen.
Mit Somatic Experiencing richten wir die Aufmerksamkeit darauf, was im gegenwärtigen Moment geschieht. Dabei müssen Sie nicht Ihre ganze Vergangenheit erzählen oder analysieren.
Alte Schutzstrategien verlieren Schritt für Schritt ihre Notwendigkeit. Nähe, Gefühle und Beziehungen bekommen dadurch mehr Raum, ohne dass die alten Ängste sofort das Kommando übernehmen.
„Sie müssen nichts richtig machen und nichts ausführlich erzählen. Wir arbeiten so, wie es für Sie gerade möglich ist – behutsam, klar und in Ihrem Tempo.“
Entwicklungstrauma – Hilfe in Gauting, Würmtal und München Süd
Meine Praxis befindet sich in Gauting – gut erreichbar aus dem Würmtal, Starnberg, Planegg und dem südlichen München. Ein erstes Gespräch dient dem Kennenlernen und der Klärung, ob dieser Weg für Sie passend ist.
Ihr erster Schritt im Umgang mit alten Beziehungsmustern
