Wenn vertraute Abläufe plötzlich nicht mehr greifen
Wenn ein Jugendlicher traumatische Erfahrungen gemacht hat, wirkt sich das auch auf die Beziehung zu den Eltern aus. Oft entstehen bestimmte Muster: Das Jugendliche zieht sich zurück, reagiert plötzlich aggressiv oder sucht extreme Nähe. Für Eltern bedeutet das eine ständige Gratwanderung – zwischen dem Wunsch, Halt zu geben, und der Sorge, etwas falsch zu machen.
Viele Eltern fühlen sich in solchen Momenten hilflos. Wiederkehrende Konflikte, Missverständnisse oder das Gefühl, „nicht mehr durchzudringen“, verstärken die Unsicherheit.
Nicht selten wiederholen sich auch alte Erfahrungen aus der eigenen Kindheit – und belasten die aktuelle Situation zusätzlich.
In meiner Praxis in Gauting begleite ich Eltern dabei, diese Muster besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit ihrem Jugendlichen zu entwickeln. Mit Somatic Experiencing schaffen wir gemeinsam einen geschützten Raum, in dem klarer wird: Welche Reaktionen gehören zum Trauma? Wo sind Ihre eigenen Grenzen wichtig? Und wie lässt sich trotz aller Belastungen eine Beziehung gestalten, die von Sicherheit und Vertrauen getragen wird?
Der erste Schritt besteht darin, diese Muster überhaupt wahrzunehmen – und nicht vorschnell zu bewerten. Dann können Eltern lernen, gelassener zu reagieren und ihre eigene Stabilität zu bewahren. So entsteht allmählich ein neues Fundament für Begegnung: klar, respektvoll und von tieferer Nähe geprägt.
Praxisbeispiel
Eine Mutter fiel auf, dass ihr Sohn immer dann aggressiv wurde, wenn sie ihn umarmte. Im Gespräch wurde deutlich, dass körperliche Nähe für ihn mit seiner Trauma-Erfahrung verknüpft war. Indem die Mutter lernte, auf andere Signale zu achten – etwa Blickkontakt oder gemeinsames Spielen – entstand eine neue, leichtere Form von Nähe.
Kundenstimme
Ich habe verstanden, dass die Muster meines Sohnes nichts mit Ablehnung zu tun haben. Heute kann ich gelassener bleiben – und das macht unsere Beziehung stabiler.
(Vater, 46 Jahre)
Möchten Sie mehr Klarheit in die Beziehung zu Ihrem Jugendlichen bringen?
Ich begleite Sie gerne.
