Entwicklungstraumata in Familien mit Jugendlichen
Ein Entwicklungstrauma entsteht oft nicht durch ein einzelnes Ereignis, sondern durch wiederkehrende Erfahrungen von Unsicherheit, Überforderung oder fehlendem Halt. Jugendliche, die solche Erfahrungen gemacht haben, zeigen dies häufig im Familienalltag: durch Rückzug, starke Stimmungsschwankungen oder Konflikte, die scheinbar aus dem Nichts eskalieren.
Für Eltern ist es schmerzhaft zu sehen, wie das eigene Jugendliche leidet – und gleichzeitig herausfordernd, wenn alte Verletzungen auch das Familienklima beeinflussen. Viele fragen sich: Wie können wir als Eltern Sicherheit vermitteln, wenn wir selbst unsicher sind?
In meiner Praxis in Gauting begleite ich Eltern dabei, diese Muster zu erkennen und neue Wege im Umgang zu entwickeln. Mit Somatic Experiencing entsteht ein sicherer Rahmen, in dem Eltern lernen, ihre eigenen Gefühle zu stabilisieren und präsenter zu bleiben. Schritt für Schritt wird es möglich, dem Jugendlichen Orientierung zu geben, ohne Druck aufzubauen – und dadurch Vertrauen und Verbundenheit zu fördern.
Praxisbeispiel
Ein 15-jähriges Mädchen reagierte extrem sensibel auf jede Kritik und zog sich sofort zurück. Die Mutter lernte, ihre Worte achtsamer zu wählen und zunächst kleine Signale von Vertrauen wahrzunehmen. Nach einigen Monaten berichtete sie, dass die Gespräche offener wurden und ihre Tochter wieder häufiger Nähe zuließ.
Kundenstimme
Früher fühlte ich mich ständig hilflos. Heute weiß ich, dass schon kleine Schritte reichen können, um meinem Jugendlichen mehr Sicherheit zu geben.
Mutter, 46 Jahre
