Unterschied zwischen Schreck und Trauma – warum es nicht dasselbe ist

Veröffentlicht: 29. Okt. 2025 | Kategorie: Trauma |

Viele Menschen kennen das Gefühl, erschrocken zu sein: Ein lautes Geräusch, ein unerwarteter Anruf oder eine plötzliche Bewegung lassen uns zusammenzucken. Doch was unterscheidet diesen kurzen Schreck von einem Trauma, das unser Leben langfristig beeinflusst? Genau hier lohnt sich ein genauer Blick – denn das Verständnis dieses Unterschieds ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Heilung und innerer Stabilität.

Was ist ein Schreck?

Ein Schreck ist eine plötzliche Reaktion des Körpers auf eine unerwartete Situation. Unser Nervensystem schaltet sofort in Alarmbereitschaft: Herzschlag, Atmung und Muskelspannung steigen.
Der Schreck ist meist kurz und vorübergehend. Sobald die Situation vorbei ist, beruhigt sich der Körper wieder.

Beispiel: Jemand erschrickt, weil plötzlich ein Hund bellt. Nach wenigen Minuten ist das Gefühl vorbei.

Was ist ein Trauma?

Ein Trauma entsteht, wenn eine Situation so überwältigend ist, dass das Nervensystem sie nicht mehr selbst regulieren kann.
Der Körper bleibt in Alarmbereitschaft, auch wenn die Gefahr längst vorbei ist. Es können Symptome wie Flashbacks, Schlafstörungen oder emotionale Taubheit auftreten.

Kurz gesagt: Während ein Schreck Sekunden dauert, kann ein Trauma über Jahre nachwirken.

Praxisbeispiel

Eine Klientin erzählte, dass sie nach einem Autounfall immer wieder zusammenzuckte, wenn sie Reifenquietschen hörte. Erst durch die behutsame Arbeit mit Somatic Experiencing konnte sie wieder Vertrauen in ihren Körper gewinnen.

Warum der Unterschied wichtig ist

Das Wissen um den Unterschied gibt Sicherheit:
Ein Schreck ist eine normale Schutzreaktion. Ein Trauma zeigt, dass das Nervensystem Unterstützung braucht – und dass niemand „schuld“ daran ist.

Wie Therapie helfen kann

In meiner Praxis in Gauting, südlich von München, arbeite ich mit körperorientierten Methoden wie Somatic Experiencing und Self Relations. Ziel ist es, das Nervensystem sanft zu stabilisieren, alte Alarmmuster zu lösen und so wieder mehr Ruhe und Lebendigkeit zu gewinnen.

Strategien für den Alltag

Kleine Schritte helfen oft viel:
– Tief atmen und bewusst ausatmen
– Spazierengehen in der Natur
– Achtsamkeit im Alltag
– Sanfte Bewegung (z. B. Yoga oder Qi Gong)

👉 Mehr dazu finden Sie hier: [Strategien für den Alltag]

Kundenstimme

Ich habe verstanden, dass meine Reaktionen normal sind – mein Körper wollte mich nur schützen. Durch die Sitzungen konnte ich das erste Mal seit Jahren wieder tief durchschlafen.

(Mann, 52 Jahre)

Wenn Sie sich unsicher fühlen oder Unterstützung suchen, nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf.